Februar 3, 2021

Neuro-Tricks

3 Tipps für mehr Leichtigkeit und Erfolg

Neuro-Tricks wirken wie Zaubertricks. Der Tiger, der bei der Zaubershow verschwindet, die zersägte Dame oder auch der Hase aus dem Hut: Zauberkünstler spielen mit unserer Wahrnehmung. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf geschickte Weise. 

Du kannst auch zaubern: Du kannst nämlich dafür sorgen, dass der Rauchstopp viel leichter wird, als du gedacht hast.

Dabei helfen dir Neuro-Tricks. Das sind Strategien, die deine Wahrnehmung und dein Mindset verändern können – schnell und effektiv.

Mit dem Rauchen aufhören ist schwer.

Denkst du das auch? Dann bist du in guter Gesellschaft. Viele Raucher*innen und auch viele Ex-Raucher*innen sind davon überzeugt.

Dahinter steckt unser Gehirn: Das Gehirn nimmt immer Rückschluss auf das, was am einfachsten verfügbar ist. Das sind die markanten Erinnerungen an Erfahrungen.

Erfahrungen sind Geschichten, die wir uns erzählen – oder die uns andere erzählt haben.

Vielleicht hast du es schon mal probiert, mit dem Rauchen aufzuhören und bist irgendwann „auf dem Zahnfleisch“ gegangen. Die Gedanken kreisten um das Rauchen und irgendwann hast du wieder zur Zigarette gegriffen.

Oder du kennst Leute, die es geschafft haben, aber auch nach Jahren der Abstinenz noch von den Genüssen des Rauchens schwärmen.

Solche Geschichten machen Angst, und gleichzeitig senden diese Geschichten einen Suchauftrag ans Gehirn, der wirksam wird, sobald du deinen nächsten Rauchstopp-Versuch startest. Es ist die Suche nach Schwierigkeiten. Dieser Suchauftrag manifestiert sich beispielsweise in folgendem Satz:

„Ich schaffe das sowieso nicht.“

Kennst du diese leise Stimme im Hinterkopf? Die Erwartungen an den Erfolg sind klein. Du rechnest schon mit einem Misserfolg. Schließlich hast du ja all die Geschichten von Schwierigkeiten im Kopf.

Und siehe da – genau so kommt es! Denn deine Aufmerksamkeit ist darauf ausgerichtet, Schwierigkeiten zu entdecken. Die Aufmerksamkeit sucht nach einer Bestätigung der Erwartungen.

Das Verrückte ist: In dem Moment, wo sich die Erwartung „es ist schwer, ich schaffe es nicht“ bestätigt, schickt das Gehirn eine Dosis Glückshormone durch den Körper. Es belohnt dich dafür, dass du die passende Voraussage getroffen hast.

Das nennt man „Selbsterfüllende Prophezeiung“. 

Danach kommt der Schmerz, es (wieder) nicht geschafft zu haben.

Und du hast eine weitere Erfahrung gesammelt und somit eine weitere Geschichte, die bestätigt, wie schwer es ist.

Was passiert? Du hast noch mehr Angst vor dem Aufhören. Und weil das Leben so stressig ist sagst du: 

„Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.“

Wieder ist es die Geschichte vom kräftezehrenden Rauchstopp, die du dir erzählst. 

Die Geschichte von all den Anstrengungen und Schwierigkeiten. Mach dir bewusst: Bist darauf eingestellt, Schwierigkeiten zu erleben, dann werden die Schwierigkeiten dich finden, todsicher.

Wir Menschen sind echt gut darin, uns Blockaden herbeizureden, wo vielleicht nur ein Hindernis auf dem Weg ist.

Was ist das Geheimnis, um es mit Leichtigkeit zu schaffen? 

Es sind die Neuro-Tricks. Denn es gibt auch die andere Herangehensweise, die geprägt ist von der Freude, sich auf den Weg gemacht zu haben. Mit dem Ziel im Blick ist man bereit, auch mal einen Umweg zu gehen und ein Scheitern in Kauf zu nehmen.

Nach dem Motto: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ (Fernando Sabino)

Das ist genau das, was diejenigen berichten, die begeistert von ihrem Rauchstopp sind. 

Sie machen genau eine Sache anders. Und du kannst das auch:

Richte deine Aufmerksamkeit auf das, wovon du mehr in dein Leben einladen willst – und nicht auf das, was dich nervt. Was tut dir gut?

Auf den Rauchstopp bezogen heißt das: Mach dir immer wieder bewusst: Welchen Gewinn hast du? Was ist das Schöne daran? 

Sei wie der Zauberer, der den Tiger verschwinden lässt: Lenke deine Aufmerksamkeit beharrlich auf das, was du schon geschafft hast. Lass das (Rauchfrei-)Glas halbvoll sein!

Du kannst das steuern.

Auch wenn es Herausforderungen gibt – dein Mindset sorgt dafür, dass Herausforderungen nicht zu Blockaden werden.

Neuro-Tricks liefern das Trainingsprogramm.

Die gute Nachricht: Du musst nicht die immer selben Erfahrungen und Geschichten für den Rest deines Lebens wiederholen.

In deinem Gehirn ist Platz für neue Geschichten.

Mit mehr Informationen ausgestattet, mit verbesserten Strategien und veränderten Glaubenssätzen kriegst du es hin, heute und morgen Dinge anders zu tun als du es gestern gemacht hast. 

Du kannst dich weiterentwickeln. Du kannst mental wachsen. 

Das ist im Gehirn so angelegt. Die Wissenschaft nennt das „Neuroplastizität“.

Insofern musst du Dinge nicht so hinnehmen, wie sie jetzt sind. Sie können sich verändern, indem du dich veränderst.

3 Tipps, die dich auf die Erfolgsspur bringen:

  • Sei neugierig auf die Chancen, die sich dir im Alltag bieten, auch wenn mal etwas nicht rund läuft: Was ist das Gute an diesem Stau? Welche Chance liegt darin, dass du die Straßenbahn verpasst hast? Was für einen Vorteil hat es, dass es heute in Strömen regnet?
  • Deine Energie folgt der Aufmerksamkeit: Wo ist deine Energie gut aufgehoben? Bei welchen Gedanken? Bei welchen Tätigkeiten? Bei welchen Zielen?
  • Feiere die kleinen Erfolge: Vielleicht nimmst du sie gar nicht wahr, die kleinen, schönen Dinge, die du über den Tag hinweg bewirkst? Die freundliche Geste, das aufmerksame Zuhören, die Hilfestellung, die du gibst, das Lächeln, das du jemandem schenkst. Jeder Tag hat seine besonderen Momente. Schenke diesen deine Aufmerksamkeit.

Wenn du mehr über die magische Wirkung der Neuro-Tricks wissen möchtest, dann klicke auf diesen Link:

https://neurotricks.de

Ursula Maile

Ursula ist Diplom-Psychologin, Expertin für gehirnfreundliches Lernen und eine erfahrene Achtsamkeitslehrerin. Als Trainerin und Coach unterstützt sie Menschen dabei, ihre Ziele zu erreichen.

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