fbpx

Dezember 9, 2020

E-Zigaretten als Alternative

„Ich dampfe jetzt.“ – Diesen Satz hört man heutzutage öfter. Geschmacksrichtungen wie „Cool Cucumber“, „Stoned Smurf“ oder „Crème Brulée“ lassen besonders gerne auch Jugendliche zur E-Zigarette greifen. Sie sind besser als normale Zigaretten, glauben viele.

Doch wie verhält es sich wirklich mit den E-Zigaretten?

Tatsächlich ist die Studienlage hinsichtlich der Auswirkungen von E-Zigaretten recht dünn. Der Grund dafür liegt im plötzlichen Auftauchen der Zigarettenalternative auf dem Markt. Ärzte und Wissenschaftler warnen jedoch vor E-Zigaretten.

Radiologen aus Brüssel veröffentlichten Lungenbilder, auf denen sich Lungenentzündungen, Blutungen und entzündete Bronchien als Auswirkungen von E-Zigaretten zeigten. Grund für diese Folgen seien die Inhaltsstoffe in den Dampfflüssigkeiten (Liquids), mit denen die E-Zigaretten befüllt werden. 

Inhaltsstoffe wie Acrolein, ein Unkrautvernichtungsmittel, können zu Asthma oder Lungenkrebs führen. Zudem basiert das Liquid auf Propylenglykol, einem Stoff, der auch als Theater- oder Diskothekennebel eingesetzt wird. Im Blut von Menschen, die viel „dampfen“, wurden bereits Genveränderungen festgestellt, die die Forscher sehr beunruhigen. Ebenfalls werden die Makrophagen der Lunge, die für die Immunabwehr des Körpers zuständig sind, geschädigt. Diese Effekte wurden auch bei nikotinfreien Liquids festgestellt.

Es ist somit nicht verwunderlich, dass das Dampfen zu chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) führen kann.

E-Zigaretten sind somit also keinesfalls eine Alternative für Allergiker oder COPD-Vorerkrankte.

Untersuchungen im Rahmen von Tierversuchen schüren den Verdacht, dass E-Zigaretten arteriosklerotische Gefäßveränderungen auslösen und das Wachstum bisher bestehender Tumore fördern.

Dopamin, das durch die Nikotinzufuhr ausgeschüttet wird, führt schnell zur Sucht. Und so steigt die Wahrscheinlichkeit für Jugendliche, später einmal zur Tabakzigarette zu greifen, um das Doppelte an. 

Eignen sich E-Zigaretten für den Übergang zur absoluten Rauchabstinenz?

Bei sehr stark abhängigen Rauchern könnte die E-Zigarette vorübergehend als Alternative dienen. Natürlich macht es hinsichtlich eines Rauchstopps nur Sinn, eine nikotinfreie Variante zu wählen. Jedoch gilt es, die oben aufgezeigten Risiken im Blick zu behalten, deshalb können wir hier nicht bedingungslos zuraten.

Ich rauche keine E-Zigaretten, ich rauche ab und zu mal Wasserpfeife.” Wie verhält es sich hier?

In der langen Zeit, die eine Wasserpfeifensitzung dauert, nämlich rund eine Stunde, wird bis zu 280 mal am Wasserpfeifenschlauch gezogen. Damit atmet man ungefähr den Rauch von 100 Zigaretten und den Nikotingehalt von 10 Zigaretten ein. Durch die angenehme Kühle und das fruchtig schmeckende Aroma des Tabaks wird der Rauch tiefer inhaliert als beim Zigarettenrauchen. Der Rauch wird nicht durch das Wasser in der Wasserpfeife gefiltert, wie viele glauben. Er enthält gefährliche Schadstoffe:

z.B.

  • Benzol: schädigt das Knochenmark
  • Formaldehyd: krebserregend
  • Giftige Schwermetalle (Chrom, Nickel, Blei): werden nicht vom Körper abgebaut, sondern reichern sich in ihm an
  • Kohlenmonoxid: starkes Atemgift, schädigt das Gehirn

Eine besondere Gefährdung besteht in geschlossenen Räumen, in denen Wasserpfeife geraucht wird. Da die Verbrennung von Kohle für die Funktion der Wasserpfeife erforderlich ist, entstehen erhebliche Mengen an Kohlenmonoxid. Die Einatmung dieses Stoffes führt zu Sauerstoffmangel im Blut und wirkt sich negativ auf das Herz- Kreislaufsystem aus. Es besteht sogar das Risiko, eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erleiden, weshalb Shisha-Bars eine gute Raumbelüftungsanlage haben müssen.

Oft steht auf den Verpackungen des Wasserpfeifentabaks 0% Teer.

Jedoch ist diese Information irreführend: Teer entsteht beim Verbrennungsvorgang des Tabaks, der selbstverständlich auch beim Wasserpfeifenrauchen stattfindet. Somit gelangt auch hier eine nicht unerhebliche Menge an Teer bei Rauchen in die Lunge.

Auch die nikotinfreie Variante des Tabaks ist gesundheitsgefährdend, da sie genau die gleiche Menge an Schadstoffen wie herkömmlicher Tabak enthält – nur eben ohne Nikotin. Hinzu kommt die zweifelhafte Hygiene beim Shisharauchen: Durch die Weiterreichung des gleichen Mundstücks können Speichelreste, Krankheiten wie Herpes, Tuberkulose, Pilzerkrankungen oder Hepatitis übertragen werden.

Für viele ist das Rauchen die einzige Form der Selbstfürsorge im Alltag. Ein bisschen wie Meditation, nur leider giftig. 
Wie kann ich den gleichen Effekt der Meditation haben, ohne den schädlichen Rauch einzuatmen?

Nimm dir bewusst Zeit für dich. Atme ein, atme aus. Statt einer Zigarette nimmst du jedoch einen Strohhalm oder eine Kugelschreiberhülle in die Hand und machst die typische Hand-zu-Mund-Bewegung. Es mag vielleicht albern klingen, aber der Effekt ist groß, du wirst es sehen!

Es ist nicht überraschend, dass die beste Alternative zu E-Zigaretten und Shisha der konsequente Rauchstopp ist. Wenn du dir Unterstützung beim Rauchstopp holen möchtest, dann komm in unseren Onlinekurs. Hier bekommst du wertvolle Tipps und tauschst dich mit Gleichgesinnten aus. Crème-Brulée-Tabak adé! Hallo freie Atemluft!

Ursula Maile

Ursula ist Diplom-Psychologin, Expertin für gehirnfreundliches Lernen und eine erfahrene Achtsamkeitslehrerin. Als Trainerin und Coach unterstützt sie Menschen dabei, ihre Ziele zu erreichen.

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>